Meldeumfang

Die neue Meldepflicht nach Art. 24a FZG gilt sowohl für die Vorsorgeeinrichtungen wie auch für die Freizügigkeitseinrichtungen. Alle Einrichtungen haben der Zentralstelle 2. Säule einmal jährlich bis Ende Januar (respektive im Jahr 2017 bis Ende März) sämtliche Personen mit im Dezember des Vorjahres geführten Guthaben zu melden.

Welche Personen sind zu melden?

  • Zu melden sind alle aktiven Versicherten (Versicherte mit mehreren Vorsorgeplänen in der gleichen Einrichtung sind wenn möglich nur einmal zu melden).
  • Zu melden sind alle Personen mit noch nicht ausbezahlten Freizügigkeitsleistungen
  • Damit sind auch die Personen, die bereits vor Anfang Dezember aus der Vorsorgeeinrichtung ausgetreten sind, zu melden, soweit deren Guthaben Anfang Dezember noch nicht an eine neue Einrichtung übertragen waren.
  • Auch Personen, deren Guthaben irrtümlich übertragen wurden und im Dezember bei einer Einrichtung liegen, sind der Zentralstelle 2. Säule zu melden.
  • Damit garantiert werden kann, dass die Meldungen vollständig sind, wird nicht auf den Stand per Ende Jahr sondern auf denjenigen des ganzen Monats Dezember abgestellt. Dies bedeutet insbesondere, dass auch Personen mit Guthaben, welche im Dezember respektive per Ende Jahr aus einer Einrichtung ausgetreten sind, in der Meldung der bisherigen Einrichtung an die Zentralstelle enthalten sein müssen, selbst wenn deren Guthaben bereits im Dezember an die neue Einrichtung übertragen wurden. Dies hat zur Folge, dass im Verlauf des Dezembers übertragene Guthaben jeweils von zwei Einrichtungen gemeldet werden. Diese Doppelmeldungen wurden vom Gesetzgeber bewusst in Kauf genommen, um die Vollständigkeit der Meldungen garantieren zu können.
  • Keine Meldepflicht besteht für Rentenbezügerinnen und -bezüger. Einrichtungen, welche nur Renten ausrichten und damit keine Personen zu melden haben, können dies auf dem Anmeldeformular speziell vermerken.

Welche Daten hat die Meldung zu umfassen?

Mit der Ausweitung der Meldepflicht nicht angepasst wurde der Umfang der Meldung. Gemäss Art. 24c FZG und Art. 19c Abs. 3 FZV(neu) sind der Zentralstelle die folgenden Daten zu melden:

  1. Name und Vorname der versicherten Person
  2. Seine AHV-Versichertennummer
  3. Sein Geburtsdatum
  4. Der Namen der Einrichtung
  5. Die Kontaktlosigkeit

Ein Guthaben ist kontaktlos, soweit der Einrichtung die Adresse der versicherten Person nicht bekannt ist. Keine Kontaktlosigkeit liegt grundsätzlich bei einer aktiven Versicherung bei einer Vorsorgeeinrichtung vor, da der Kontakt zumindest über den Arbeitgeber gewährleistet ist. Die Zentralstelle benötigt die Angaben zur Kontaktlosigkeit, damit die Suche nach Berechtigten an vergessenen Guthaben (Art. 24d FZG) eingegrenzt werden kann. Als vergessen gilt ein Guthaben, wenn die berechtigte Person das ordentliche Rentenalter nach BVG erreicht hat, ohne dass der Anspruch geltend gemacht wurde. Zu verhindern ist, dass auch für Versicherte, die über das ordentliche Rücktrittsalter bei einer Vorsorgeeinrichtung aktiv versichert sind, eine Adresssuche erfolgt. Bei Einrichtungen, welche der Zentralstelle bisher keine kontaktlosen Guthaben gemeldet haben, gehen wir ohne speziellen Vermerk davon aus, dass bei sämtlichen gemeldeten Guthaben der Kontakt besteht.

Für die Zuordnung von Guthaben zu Anfragen von Personen, welche Vorsorgeguthaben suchen, ist es hilfreich, wenn wir das Geschlecht der versicherten Person kennen. Uns ist aus diesem Grund gedient, wenn auch das Geschlecht respektive die alte AHV-Nummer mitgemeldet werden, weshalb die Möglichkeit für die freiwillige Meldung dieser Daten gegeben wird. In einem weiteren Feld können weitere Angaben wie etwa die Konto- oder Policennummer zu Freizügigkeitsguthaben angegeben werden.

Nicht unter die Meldepflicht fallen insbesondere die Höhe des Guthabens und weitere Angaben zur Versicherung wie die bei einer Scheidung relevanten Daten.